Das aktuelle Programm

Freitag, 14. Dezember 2018, 19 Uhr in der Stadthalle

AUTORENLESUNG UND WERKSTATTGESPRÄCH. THEA DORN liest aus ihrem Buch "deutsch, nicht dumpf. Ein Leitfaden für aufgeklärte Patrioten"

Thea Dorn, Schriftstellerin, Literaturkritikerin und Fernsehmoderatorin - uns bekannt aus der Sendung "Literatur im Foyer" im Baden-Badener E-Werk - plädiert in ihrem neuen Buch für einen aufgeklärten Kulturpatriotismus, der die kulturelle Identität betont, ohne sich in die Nähe einer Seehofer'schen "Leitkultur" zu begeben. Sie fragt sich, ob die Rede von Heimat und Verwurzelung, von deutscher Kultur zu einem neuen Chauvinismus, Rassismus und Nationalismus führt oder ob das Beharren auf unseren kulturellen und historisch gewachsenen Besonderheiten in Zeiten der Migration, Globalisierung und Technokratisierung überhaupt noch eine Chance hat, den Geist der weltoffenen Liberalität, zu der Deutschland inzwischen gefunden zu haben glaubt, zu bewahren. Der Vereinnahmung durch deutsch-nationalkonservative und nationalistische Kräfte stellt sich die Autorin durch ihre "Tiefenausleuchtung" von Begriffen, Materialien, Personen und Perioden deutscher Kultur- und Literaturgeschichte witzig und erfolgreich entgegen. Anknüpfend an Themen, die sie bereits in ihrem Bestseller "Die deutsche Seele" zusammen mit Richard Wagner erkundet hat, wendet sich Thea Dorn in "deutsch, nicht dumpf" differenziert und leidenschaftlich den aktuellen Fragen unserer gegenwärtigen Gesellschaft zu.

Eintritt Euro 12,— / Mitglieder Euro 10,— / Schüler und Studenten Euro 6,— / Kinder unter 15 Jahren frei

 

Sonntag, 16. Dezember 2018, 18 Uhr in der Stadthalle

MÜNCHNER STREICHQUARTETT und CHRISTOPHER CORBETT (Klarinette)

Das Münchner Streichquartett setzt sich aus Streicher-Solisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks zusammen. 1999 gründete die österreichische Geigerin Birgit Kolar gemeinsam mit drei Kollegen aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks - Stephan Hoever, Mathias Schessl und Jan Mischlich - das Münchner Streichquartett. Das Münchner Streichquartett sieht sich als weiteres Glied in der Kette der traditionellen Orchesterquartette und widmet sich vorwiegend der Literatur der Wiener Klassik und deutschen Romantik. Gemeinsam mit dem Solo-Klarinettisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks Christopher Corbett werden unter anderem die Klarinetten-Quintette von Carl Maria von Weber und W. A. Mozart erklingen.

Für diesen Abend gibt es einen Vorverkauf in den Filialen der Sparkasse Rastatt-Gernsbach und im Kulturamt der Stadt zu ermäßigten Preisen.

Eintritt Euro 20,— / Mitglieder Euro 17,— / Schüler und Studenten Euro 10,— / Kinder unter 15 Jahren frei

 

Sonntag, 27. Januar 2019, 18 Uhr in der Stadthalle

BENNEWITZ QUARTETT - Jakub Fišer (Violine), Štĕpán Ježek (Violine), Jiří Pinkas (Viola), Štĕpán Doleža (Violoncello)

Das Bennewitz Quartett ist eines der weltweit angesehensten Kammermusikensembles. Dieser Status wird nicht nur durch die Siege bei zwei bedeutenden Wettbewerben - Osaka 2005 und Prémio Paolo Borciani in Italien 2008 - manifestiert, sondern auch regelmäßig durch herausragende Kritiken. Das Bennewitz Quartett wurde 1998 gegründet und ist nach dem Violinisten Antonín Bennewitz (1833-1926) benannt, einer wegweisenden Persönlichkeit in der tschechischen Violinschule. Das Quartett tritt weltweit auf, darunter u.a. in der Wigmore Hall London, dem Musikverein Wien, dem Konzerthaus Berlin, dem Théâtre des Champs-Élysées, The Frick Collection New York, dem Seoul Arts Center und dem Rudolfinum in Prag. Darüber hinaus werden sie zu den bedeutenden Festivals eingeladen, wie den Salzburger Festspielen, dem Luzern Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Kammermusikfest Lockenhaus und dem Prager Frühling. Neben seinen internationalen Aktivitäten ist das Bennewitz Quartett eng mit der tschechischen Musikszene verbunden und tritt regelmäßig auf allen großen Bühnen seines Heimatlandes auf. In ihrer Repertoireauswahl legen die Mitglieder des Bennewitz Quartett ein besonderes Augenmerk auf tschechische Komponisten, die zu Unrecht zumeist wenig Beachtung erfahren, so wie Ladislav Dusík, Anton Rejcha, Pavel Haas, Viktor Ullmann, Erwin Schulhoff und weitere.

Für das Konzert gibt es einen Vorverkauf in den Filialen der Sparkasse Rastatt-Gernsbach und im Kulturamt der Stadt zu ermäßigten Preisen.

Eintritt Euro 20,— / Mitglieder Euro 17,— / Schüler und Studenten Euro 10,— / Kinder unter 15 Jahren frei

 

Sonntag, 10. Februar 2019, 18 Uhr in der Stadthalle

VORTRAG von DR. HABIL. ULRICH MAXIMILIAN SCHUMANN, Université de Strasbourg, über "Gernsbach als Sehnsuchtsort für den Volksschriftsteller und Revolutionär Berthold Auerbach"

B. Auerbach gehört zu den großen deutschen Erzählern des 19. Jahrhunderts. Seine Geschichten vom Dorfleben im Schwarzwald haben in ihrem modernen Realismus Generationen von Lesern berührt. Geboren wurde er als Moses Baruch Auerbacher in Nordstetten bei Horb. Warum träumte der Weitgereiste mit Wohnsitz in Berlin davon, sich in Gernsbach niederzulassen, wo er "ein Wohlgefühl ohne Gleichen" empfand, ja sich in "einer ganz anderen Region des Athmens" glaubte? Hier schreibt er, beobachtet Landschaft und Tiere, nimmt Anteil am gesellschaftlichen Leben und zugleich am Weltgeschehen, begegnet Einheimischen genauso wie anderen Reisenden mit entspannter Offenheit, kehrt gerne in die Gasthäuser ein, registriert die Veränderungen im Murgtal - und wünscht sich später hierhin zurück. Gestützt auf Briefe Auerbachs - also "mit seinen eigenen Augen" - erkundet dieser Vortrag das untere Murgtal. Von hier aus wird nach Spuren Gernsbachs in seinem Werk gefragt und nach Anknüpfungspunkten für die überfällige Wiederentdeckung dieses besonderen Autors.

Eintritt Euro 12,— / Mitglieder Euro 10,— / Schüler und Studenten Euro 8,— / Kinder unter 15 Jahren frei

 

Sonntag, 24. März 2019, 18 Uhr in der Stadthalle

MANNHEIMER SCHLAGWERK und das KURPFÄLZISCHE KAMMERORCHESTER

Eine außergewöhnliche Kombination zweier hervorragender Ensembles wird diesem Abend einen außergewöhnlichen Charakter verleihen.

Das Mannheimer Schlagwerk ist das Schlagzeug-Ensemble der Hochschule für Musik Mannheim. Dieses wurde von seinem künstlerischen Leiter, Prof. Dennis Kuhn, vor 23 Jahren gegründet. Die Studierenden werden im Programm als Schlagzeug-Solisten auftreten und auch gemeinsam im großen Ensemble mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester die selten zu hörende Carmen-Suite von Rodion Shedrin zur Aufführung bringen.

Das Kurpfälzische Kammerorchester wurde 1952 gegründet und sieht sich als Nachfolger der Hofkapelle der Kurfürsten von der Pfalz. Es widmet sich der Pflege der Mannheimer Schule. Deshalb veranstaltet das Orchester eine eigene Konzertreihe im Rittersaal des Mannheimer Schlosses. Das Orchester wird von den Ländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, den Städten Mannheim und Ludwigshafen am Rhein sowie dem Bezirksverband Pfalz finanziert. Im Rahmen der langjährigen Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Mannheim entstand unter anderem auch dieses Projekt der Aufführung der Carmen-Suite von Rodion Shedrin für Orchester und Schlagzeug-Ensemble.

Für diesen Abend gibt es einen Vorverkauf in den Filialen der Sparkasse Rastatt-Gernsbach und im Kulturamt der Stadt zu ermäßigten Preisen.

Eintritt Euro 20,— / Mitglieder Euro 17,— / Schüler und Studenten Euro 10,— / Kinder unter 15 Jahren frei

 

Sonntag, 31. März 2019, 18 Uhr in der Stadthalle

VORTRAG von WOLFGANG FROESE, Stadtarchivar der Stadt Gernsbach, über "Absturz ins Elend. Gernsbach im Dreißigjährigen Krieg"

Das 1618 an der Schwelle des Dreißigjährigen Krieges fertiggestellte Alte Rathaus, der bis heute prachtvollste Profanbau der Stadt, zeugt von einer mit dem Holzhandel einhergehenden Blütezeit Gernsbachs. 1645, drei Jahre vor Ende des Krieges, waren die Einwohner "totaliter verarmbt" und drohten "im Elend vollends zu verderben". Gestützt auf viele zeitgenössische Quellen berichtet Stadtarchivar Wolfgang Froese vom Alltag in einer Stadt, die von durchziehenden Truppen immer wieder geplündert wurde und die dennoch vergleichsweise glimpflich davonkam. Als Gegenbeispiel wird Calw herangezogen, das 1634 vollständig niedergebrannt wurde. Als 200 Calwer Flüchtlinge in Gernsbach Schutz suchten, stießen sie zunächst auf Feindseligkeit und erhielten dann doch Hilfe. Mit einem Blick auf die aktuelle Situation in Syrien und Irak wird gefragt, welche Lehren wir aus dem Dreißigjährigen Krieg ziehen können.

Eintritt Euro 12,— / Mitglieder Euro 10,— / Schüler und Studenten Euro 6,— / Kinder unter 15 Jahren frei

 

Sonntag, 12. Mai 2019, 18 Uhr in der Stadthalle

AMARCORD

Die Besucher des Konzerts können sich auf ein Wiedersehen mit AMARCORD, mit den Mitgliedern Wolfram Lattke und Robert Pohlers (Tenöre), Frank Ozimek (Bariton) sowie Daniel Knauf und Holger Krause (Bässe) freuen. Viele werden sich gerne an den ersten Auftritt der Sänger beim Weihnachtskonzert 2017 erinnern. AMARCORD zählt zu den international gefragtesten Ensembles in seinem Fach. Unverwechselbarer Klang, atemberaubende Homogenität, musikalische Stilsicherheit und eine gehörige Portion Charme und Witz sind die besonderen Markenzeichen von AMARCORD. Das äußerst facettenreiche und breitgefächerte Repertoire umfasst Gesänge des Mittelalters, Madrigale und Messen der Renaissance, Komponisten und Werkzyklen der europäischen Romantik und des 20. Jahrhunderts sowie A-cappella-Arrangements weltweit gesammelter Volkslieder und bekannter Songs aus Soul und Jazz. Unter dem Titel "Durch Feld und Au - eine sommerliche Reise um die Welt" gibt es Vokalmusik von Edward Elgar, Jean Cras, Franz Schubert und internationale Folksongs in eigenen Arrangements zu hören.

Für diesen Abend gibt es einen Vorverkauf in den Filialen der Sparkasse Rastatt-Gernsbach und im Kulturamt der Stadt zu ermäßigten Preisen.

Eintritt Euro 20,— / Mitglieder Euro 17,— / Schüler und Studenten Euro 10,— / Kinder unter 15 Jahren frei

 

Sonntag, 19. Mai 2019, 18 Uhr in der Stadthalle

VORTRAG von StDir. DR. RAINER HENNL, Karlsruhe, über "Von der "villa" zur "civitas" Gernsbach - Analyse eines mittelalterlichen Stadtwerdungsprozesses"

Anlässlich der vor 800 Jahren - 1219 - erfolgten ersten Erwähnung Gernsbachs in den schriftlichen Quellen analysiert der Vortrag die Entwicklung des Ortes vom ebersteinischen Markt- und Kirchdorf ("villa") zum urbanen Zentrum ("civitas") der Grafschaft Eberstein im Verlauf des 13. und 14. Jahrhunderts. Hierauf aufbauend wird die weitere Entwicklung der Stadt Gernsbach in Spätmittelalter und Früher Neuzeit skizziert.

Eintritt Euro 12,— / Mitglieder Euro 10,— / Schüler und Studenten Euro 8,— / Kinder unter 15 Jahren frei