Das aktuelle Programm

Sonntag, 19. September 2021, 18 Uhr in der Stadthalle

JOHANNA SUMMER

"Schumann Kaleidoskop" ist das Programm der jungen in Berlin lebenden Pianistin überschrieben. Allerdings handelt es sich nicht einfach um einen klassischen Klavierabend, denn Johanna Summer ist Jazz-Pianistin. In freier Improvisation gelingt es der Künstlerin, die romantische Klaviermusik Robert Schumanns nicht nur mit dem Jazz zu verbinden, sondern noch über diesen hinauszuführen. Bei ihrem "virtuosen, flammenden Spiel" sind die entwickelten Ideen so reich, dass dem Rezensenten der ZEIT "vor Glück schwindelig" wurde. Man muss tatsächlich kein Jazzfan sein, um sich von dem weiten Bogen mitreißen zu lassen, den Johanna Summer von der Spielkultur und Präzision ihrer klassischen Ausbildung zur Harmonik, Motivik und Freiheit des Jazz spannt.

Für alle vier Konzerte gilt im Vorverkauf der Eintrittspreis von 18 Euro (Mitglieder 15 Euro, Schülerinnen, Schüler und Studierende 8 Euro); Kinder unter 15 Jahren frei. An der Abendkasse kosten die Eintrittskarten 20/17/10 Euro. Eventuelle coronabedingte Einschränkungen oder Registrierungserfordernisse sind beim Druck dieses Flyers noch nicht absehbar, werden aber in der Tagespresse rechtzeitig bekanntgegeben.

 

Sonntag, 10. Oktober 2021, 19 Uhr in der Stadthalle

MENDELSSOHN-KAMMERORCHESTER

Nach der jungen Solo-Künstlerin folgt ein schon seit 23 Jahren erfolgreiches Orchester: Das in Leipzig ansässige Ensemble hat es sich unter der Leitung des Cellisten Peter Bruns zur Aufgabe gemacht, als Botschafter des genialen Felix Mendelssohn Bartholdy zu agieren. Dessen Werk wird in den Fokus gesetzt und in die heutige Zeit adaptiert. Überschwängliche Musizierfreude, ausgefeilte Programmkombinationen und ein herausragender, homogener Klang zeichnen dieses Kammerorchester aus.

Das für Gernsbach vorgesehene Programm zeigt Mendelssohn als Kosmopoliten, mit Werken nicht nur von ihm selbst, sondern darüber hinaus von Komponisten, mit denen er engeren Kontakt hatte, wie etwa Hector Berlioz oder Niels Wilhelm Gade.

Bitte beachten Sie den von der gewohnten Uhrzeit abweichenden Beginn des Konzerts um 19 Uhr.

 

Sonntag, 24. Oktober 2021, 18 Uhr in der Stadthalle

LESUNG des Schriftstellers KARL-HEINZ OTT

Karl-Heinz Ott, der den hochdotierten Joseph-Breitbach-Preis für sein literarisches Gesamtwerk erhalten hat, liest aus seinen Romanen "Die Auferstehung" und "Und jeden Morgen das Meer". In der Begründung der Jury des Joseph-Breitbach-Preises heißt es, dass Ott, durchdrungen von dem Dreigestirn Philosophie, Musik und Poesie, in seinen Büchern stets auch den Horizont auf die literarische Überlieferung offen halte, nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Frage, was "Heimat" und "Natur" in unserer gründlich entzauberten Welt noch heißen können. Da Ott auch Musiker ist, wird er im zweiten Teil seiner Lesung am Flügel der Kulturgemeinde sich seinem essayistischen Buch "Rausch und Stille. Beethovens Sinfonien" zuwenden, wobei es ihm anschaulich und in mutigen Vergleichen gelingt, auch dem Laien zu erklären, warum Beethovens Musik so außergewöhnlich ist.

Karten gibt es an der Abendkasse. Eintritt 12 Euro / Mitglieder 10 Euro / Schülerinnen, Schüler und Studierende 6 Euro / Kinder unter 15 Jahren frei. Eventuelle coronabedingte Einschränkungen oder Registrierungserfordernisse sind beim Druck dieses Flyers noch nicht absehbar, werden aber in der Tagespresse rechtzeitig bekanntgegeben.

 

Sonntag, 14. November 2021, 18 Uhr in der Stadthalle

JOLIVET-TRIO

Das Gute liegt nicht nur in der Ferne: Drei Mitglieder der Philharmonie Baden-Baden haben sich zu einem Trio zusammengeschlossen, dessen Besetzung eher seltene, aber umso reizvollere Klangfarben verspricht. Die Pianistin Song Yi Chae, der Oboist Young-Guk Lee und der Fagottist Pol Centelles, der an der Musikhochschule Freiburg lehrt, spielen seit sieben Jahren in dieser kammermusikalischen Formation. Einen besonderen Schwerpunkt setzt das Jolivet-Trio auf französische Komponisten des 20. Jahrhunderts.

Das Konzert in der Stadthalle umfasst unter anderem Werke von Saint-Saëns, Debussy und dem Namensgeber des Trios, André Jolivet

 

Mittwoch, 24. November 2021, 19 Uhr in der Stadthalle

LESUNG: PROF. DR. HANS-CHRISTOPH GRAF v. NAYHAUSS liest aus seinem neuen Buch "Wege mit Kafka - Wege der Literaturwissenschaft"

Im Vorwort der "Wege mit Kafka" schildert der Verfasser, wie Kafka-Texte ihm im Studium begegneten. Als Hochschullehrer versuchte er auf "Wegen der Literaturwissenschaft" den Weglosigkeiten und der interpretatorischen Ausweglosigkeit Kafkas gerecht zu werden, so dass in seiner Vorlesung die damals wichtigsten Thesen der Kafka-Bibliographie diskutiert wurden. In seinen Aufsätzen über einige Texte Kafkas zeigt sich der Wandel literaturwissenschaftlicher Methoden von der Werkimmanenz bis zum Abschied vom Bemühen um eine Text-Aussage in der Biographik. Mit dem Blick auf die Kabbala gelingt es dem Verfasser schließlich, das "Geheimnis Kafka" ein wenig zu entschlüsseln.

Karten gibt es an der Abendkasse. Eintritt 12 Euro / Mitglieder 10 Euro / Schülerinnen, Schüler und Studierende 6 Euro / Kinder unter 15 Jahren frei. Eventuelle coronabedingte Einschränkungen oder Registrierungserfordernisse sind beim Druck dieses Flyers noch nicht absehbar, werden aber in der Tagespresse rechtzeitig bekanntgegeben.

 

Sonntag, 12. Dezember 2021, 18 Uhr in der Stadthalle

BARTHOLDY-QUINTETT

Erneut gibt es einen Bezug zu Felix Mendelssohn Bartholdy, an dessen zweihundertstem Geburtstag Anke Dill und Ulf Schneider (Violine), Barbara Westphal und Volker Jacobsen (Viola) sowie Gustav Rivinius (Violoncello) die Gründung ihres Streichquintetts beschlossen hatten. Dank der kontinuierlichen und intensiven gemeinsamen Arbeit, die auch zwei CDs hervorgebracht hat, gelingen dem Ensemble Interpretationen größter Homogenität und Virtuosität.

Das Bartholdy-Quintett wird in Gernsbach neben Mozarts C-Dur-Quintett zwei Sätze von Alexander Zemlinsky und Bruckners großes Streichquintett spielen.