Das aktuelle Programm

 Programm der Kulturgemeinde Gernsbach 1. Halbjahr 2022

Sonntag, 16. Januar 2022, 18 Uhr in der Stadthalle 

ARIS-QUARTETT 

Dieses junge Streichquartett bespielt die großen Bühnen der Welt, wie etwa die Elbphilharmonie, die Wigmore Hall, das Konzerthaus Wien oder das Concertgebouw Amsterdam. Anna Katharina Wildermuth und Noémi Zipperling (Violine), Caspar Vinzens (Viola) und Lukas Sieber (Violoncello) errangen bedeutende internationale Auszeichnungen, darunter den Kammermusikpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung sowie gleich fünf Preise beim Musikwettbewerb der ARD. Im Jahr 2021 erfolgte die Nominierung für den „Opus Klassik“ in zwei Kategorien. Sechs vielbeachtete CD-Produktionen liegen bereits vor. 

In Gernsbach spielt das Aris-Quartett das „Quintenquartett“ von Joseph Haydn, die Fünf Stücke für Streichquartett von Erwin Schulhoff und Edvard Griegs Streichquartett in g-Moll. 

Für alle vier Konzerte gilt im Vorverkauf der Eintrittspreis von 18 € (Mitglieder 15 €, Schülerinnen, Schüler und Studierende 8 €); Kinder unter 15 Jahren frei. An der Abendkasse kosten die Eintrittskarten 20/17/10 €. 
Pandemiebedingte Einschränkungen oder Registrierungserfordernisse stehen beim Druck dieses Flyers noch nicht fest, werden aber in der Tagespresse rechtzeitig bekanntgegeben. 

 

Dienstag, 8. März, 19 Uhr in der Stadthalle 

Lesung von Ingo Schulze aus seinen neuesten Romanen „Die rechtschaffenen Mörder“ und „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst“. Ingo Schulze, 2009 schon einmal Gast in der Kulturgemeinde Gernsbach, wo er über die Probleme der Wiedervereinigung aus seinen Büchern las, ist seiner Grundthematik, der Reflexion über seine Verhaftungen in seiner Personalisation, Sozialisation und Enkulturation als ehemaliger DDR-Bürger, treu geblieben. Er wehrt sich dagegen, dass der Westen immer noch entscheidet, wie man über den Osten Deutschlands spricht und denkt. Er kämpft darum, dass man nicht als Ostler geboren wird. Schulze erzählt in seinem Roman “Die rechtschaffenden Mörder“ von einem ostdeutschen rebellischen feingeistigen Antiquar, der nach der Wende zum rechtsradikalen Nazi wird. Schulze geht es um die Gefühle der Ostdeutschen und die besonders vom Westen verbreiteten falschen Zuschreibungen, die die DDR rückblickend als idyllische Nische empfanden. Sein Roman „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst“ ist ein Schelmenroman im barocken Sinne. Wie sein Vorbild „Simplicius Simplicissimus“ bewegt sich Peter Holtz als reiner Tor durch die DDR ohne zu merken, wie er sich durch Zeiten laviert, die den meisten zum Verhängnis werden. 

Eintritt: 12,- Euro / Mitglieder 10,- Euro / SchülerInnen und Studierende  6,- Euro / Kinder unter 15 frei. 

Pandemiebedingte Einschränkungen oder Registrierungserfordernisse werden in der Tagespresse rechtzeitig bekanntgegeben. 

Sonntag, 20. März 2022, 18 Uhr in der Stadthalle 

VIVIANE CHASSOT (Akkordeon) und VOGLER-QUARTETT

Ursprünglich für 2020 geplant war diese außergewöhnliche und reizvolle Kombination: Klassische Kammermusik, bei der sich die vertrauten Klänge des Streichquartetts mit den faszinierenden Klangfarben eines virtuos gespielten Akkordeons vermischen. 

Die Schweizerin Viviane Chassot überträgt unter anderem die Klavierkonzerte Mozarts und Haydns auf die Ausdrucksmöglichkeiten ihres Instruments. Dabei lässt sie Fantasie walten, aber auch Respekt vor dem Original. Alfred Brendel bescheinigte der Akkordeonistin: „Die Interpretation ist in ihrer Art vollendet. Frische, Kontrolle und Empfindsamkeit wirken auf das Schönste zusammen.“ 

Das Vogler Quartett spielt seit 36 Jahren in unveränderter Besetzung. Als erstes freies Streichquartett der DDR gewann es 1986 den ersten Preis beim renommierten Wettbewerb in Evian. Seitdem gastierte es auf nahezu allen wichtigen Internationalen Konzertpodien und war dabei stets auch offen für neue Wege in der Kammermusik – wie nun in Gernsbach an der Seite eines Akkordeons. 

 

Donnerstag, 28. April 2022, 19 Uhr in der Stadthalle

Lesung von Dr. Rüdiger Safranski aus seinem neuesten Buch „Einzeln sein“.

Neben seinen zahlreichen Büchern über Schiller, E.T. A. Hoffmann, Schopenhauer, Nietzsche, Goethe, Hölderlin, Heidegger, über die Romantik, die Zeit , u. a. ist Rüdiger Safranski vor allem bekannt geworden durch seine zehnjährige Moderation des Philosophischen Quartetts zusammen mit Peter Sloterdijk. Als Philosoph, Literaturwissenschaftler und Schriftsteller nahm er auch wiederholt zu politischen und gesellschaftlichen Gegenwartsfragen Stellung. Sein vorerst letztes Buch über „Einzeln sein“ geht von der Geburt des modernen Individualismus in der Renaissance bei Machiavelli aus und verfolgt über Luther, Montaigne, Rousseau, Henry David Thoreau, Diderot, Kierkegard bis zur Existenzphilosophie des 20 Jahrhunderts bei Jaspers, Heidegger und Sartre  und dem „Waldgang“  Ernst Jüngers die Möglichkeiten des eigentlichen Daseins, d.h. eines Daseins, auf  uns allein gestellt zu sein. Wie weit ertragen wir es, einzelne zu sein? Schützt uns vor dem Alleinsein die Gemeinschaft und Gesellschaft oder hindert sie uns nur, unsere eigene Individualität rücksichtslos zu kultivieren? Rüdiger Safranski, der sein Buch im Untertitel als „eine philosophische Herausforderung“ bezeichnet hat, kann uns sicher eine Antwort geben. 

 

Eintritt: 12,- Euro / Mitglieder 10,- Euro / SchülerInnen und Studierende  6,- Euro / Kinder unter 15 frei. 

Pandemiebedingte Einschränkungen oder Registrierungserfordernisse werden in der Tagespresse rechtzeitig bekanntgegeben.

     

Sonntag, 8. Mai 2022, 18 Uhr in der Stadthalle 

QUATUOR VOCE

Dieses Streichquartett aus Frankreich gehört nach Auffassung der Süddeutschen Zeitung weltweit zu den Spitzenensembles. Die vier Musiker, die sich 2004 zusammengetan haben, sind ausgesprochen experimentierfreudig und begleiten auch schon mal einen Stummfilm oder arbeiten mit Vogelstimmen-Imitatoren zusammen. Auf CD eingespielt haben sie bisher nicht nur das übliche Quartett-Repertoire, sondern etwa auch mittelalterliche Liebeslieder zusammen mit einer Jazz-Sängerin. 

Auch dieses Konzert hätte bereits zwei Jahre zuvor stattfinden sollen, musste aus Gründen der Pandemie jedoch verschoben werden. 

Sonntag, 19. Juni 2022, 18 Uhr in der Stadthalle 

KARIDION BRASS 

An der Karlsruher Musikhochschule entstand das junge Blechbläser-Quintett Karidion Brass, das mit zwei Trompeten, Horn, Posaune und Tuba auftritt. Die fünf Musiker sind Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Sie spielen das weit gefasste Repertoire der Blechbläserkammermusik verschiedener Epochen, von Albinoni über Beethoven und Bernstein bis hin zu einem Beatles-Medley.