Das aktuelle Programm

Sonntag, 11. Oktober 2020, 11 Uhr in der Stadthalle

QUATUOR MODIGLIANI

Das in Paris lebende Quatuor Modigliani feierte im Jahr 2018 sein 15-jähriges Bestehen und blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück: Weltweit hat sich das Ensemble als eines der meistgefragten Quartette seiner Generation etabliert. Eine besondere Auszeichnung war es für das Quatuor Modigliani, im März 2017 als erstes Streichquartett im Großen Saal der Elbphilharmonie zu spielen. Das Quartett brachte im April 2020 eine CD mit dem Schubert-Oktett heraus - gemeinsam eingespielt mit Sabine Meyer, Bruno Schneider, Dag Jensen und Knut Erik Sundquist. Das nächste Modigliani-Album mit Aufnahmen von Tschaikowskys Streichquartett Nr. 3 sowie dem "Souvenir de Florence" (mit Veronika und Clemens Hagen) wird voraussichtlich in der Saison 2021/2022 veröffentlicht. Die Musiker spielen auf vier außergewöhnlichen italienischen Instrumenten aus dem 17. und 18. Jahrhundert (Guadagnini, Mariani, Goffriller). Zu hören sind in der Matinee am 11. Oktober das "Rosamunde"-Quartett von Franz Schubert und das Streichquartett von Maurice Ravel.

Bitte nutzen Sie nach Möglichkeit den Vorverkauf im Kulturamt/Touristinfo der Stadt zum ermäßigten Preis von 18 Euro (Mitglieder 15 Euro, Schülerinnen, Schüler und Studierende 8 Euro). Eventuelle Restkarten gibt es an der Abendkasse zu 20/17/10 Euro. Kinder unter 15 Jahren frei. Beim Kartenkauf müssen die Kontaktdaten erhoben werden, die nach vier Wochen gelöscht werden.

 

Sonntag, 18. Oktober 2020, 18 Uhr in der Stadthalle

LESUNG der Kulturgemeinde: KARL-HEINZ OTT liest aus seinem Essayband "Hölderlins Geister" anlässlich des 250. Geburtstags Friedrich Hölderlins

Im Jahr 2020 erblickten vor 250 Jahren zwei Ausnahmekünstler sowohl in der Musik als auch in der Dichtkunst das Licht der Welt: Ludwig van Beethoven und Friedrich Hölderlin. Von den zu diesen Jubiläen erschienenen Büchern seien zu Hölderlin zwei kluge Werke hervorgehoben: die erhellende und profunde Biographie von Rüdiger Safranski "Komm ins Offene, Freund" und der Essayband "Hölderlins Geister" von Karl-Heinz Ott, der sich vor allem der Wirkungsgeschichte und Rezeption Hölderlins widmet. Götter, Nazis, Marxisten und Revolutionäre spuken durch Hölderlins Wirkungsgeschichte. Er wurde von allen vereinnahmt. Karl-Heinz Ott vermag diese Paradoxie dadurch aufzulösen, dass er Hölderlins Bildungsentwicklung im Kreise von Hegel und Schelling, mit denen Hölderlin im Tübinger Stift in einer Art WG lebte, in den Blick nimmt. Wie Hegel und Schelling lehnt Hölderlin die rationalistische Vermessung des Daseins durch die Aufklärung ab; sein Weg führt jedoch nicht wie jener der beiden Mitbewohner zu einem philosophischen Systemprogramm, sondern zum Poetischen als Lobpreis des Universalismus und Idealismus. In der Erinnerung an die große Vergangenheit der griechischen Helden und olympischen Götter wird bei Hölderlin Dichtung zur "Lehrerin der Menschheit", zur poetischen Antriebskraft, die weltschaffend ist, wenn sie von einer neuen Zeit und Ordnung kündet. Diese utopische Ankündigung einer neuen Welt machte den Dichter und sein Werk nach Karl-Heinz Ott auch so anfällig, von linken und rechten politischen Geistern besetzt zu werden.

Karten gibt es an der Abendkasse. Eintritt 12 Euro, Mitglieder 10 Euro, Schülerinnen, Schüler und Studierende 6 Euro, Kinder unter 15 Jahren frei. Da beim Kartenkauf die Kontaktdaten erhoben werden müssen, die nach vier Wochen gelöscht werden, empfiehlt es sich, die Öffnungszeit der Abendkasse eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn zu nutzen.

 

Sonntag, 15. November 2020, 18 Uhr in der Stadthalle

QUATUOR VOCE

Dieses ebenfalls aus Frankreich kommende Streichquartett, dessen Konzert in Gernsbach zunächst für den April geplant war, gehört nach Auffassung der Süddeutschen Zeitung weltweit zu den Spitzenensembles. Die vier Musiker, die sich 2004 zusammengetan haben, sind ausgesprochen experimentierfreudig und begleiten auch schon mal einen Stummfilm oder arbeiten mit Vogelstimmen-Imitatoren zusammen. Auf CD eingespielt haben sie bisher nicht nur das übliche Quartett-Repertoire, darunter Werke von Bartók, Janáček und Schulhoff, sondern etwa auch mittelalterliche Liebeslieder zusammen mit der Jazz-Sängerin Kyrie Kristmanson. Am 15. November wird Quatuor Voce Musik aus drei Jahrhunderten erklingen lassen: neben Werken von Henry Purcell und Benjamin Britten das monumentale Streichquartett Nr. 15 von Frank Schubert.

Bitte nutzen Sie nach Möglichkeit den Vorverkauf im Kulturamt/Touristinfo der Stadt zum ermäßigten Preis von 18 Euro (Mitglieder 15 Euro, Schülerinnen, Schüler und Studierende 8 Euro). Eventuelle Restkarten gibt es an der Abendkasse zu 20/17/10 Euro. Kinder unter 15 Jahren frei. Beim Kartenkauf müssen die Kontaktdaten erhoben werden, die nach vier Wochen gelöscht werden.

 

Sonntag, 22. November 2020, 18 Uhr in der Stadthalle

LESUNG der Kulturgemeinde: PROF. DR. HANS-CHRISTOPH GRAF v. NAYHAUSS liest aus seinem neuen Buch "Wege mit Kafka - Wege und Weglosigkeiten der Literaturwissenschaft"

Im Vorwort der "Wege mit Kafka" schildert der Verfasser, wie Kafka-Texte ihm im Studium begegneten. Als Hochschullehrer versuchte er auf "Wegen der Literaturwissenschaft" der interpretatorischen Ausweglosigkeit Kafkas gerecht zu werden, so dass in seiner Vorlesung die damals wichtigsten Thesen der Kafka-Bibliographie diskutiert wurden. In seinen Aufsätzen zeigt sich der Wandel literaturwissenschaftlicher Methoden von der Werkimmanenz bis zum Abschied vom Bemühen um eine Text-Aussage in der Biographik. Mit Blick auf die Kabbala gelingt es dem Verfasser schließlich, das "Geheimnis Kafka" ein wenig zu entschlüsseln.

Karten gibt es an der Abendkasse. Eintritt 12 Euro, Mitglieder 10 Euro, Schülerinnen, Schüler und Studierende 6 Euro, Kinder unter 15 Jahren frei. Da beim Kartenkauf die Kontaktdaten erhoben werden müssen, die nach vier Wochen gelöscht werden, empfiehlt es sich, die Öffnungszeit der Abendkasse eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn zu nutzen.

 

Sonntag, 20. Dezember 2020, 18 Uhr in der Stadthalle

Europäische Weihnachtsmusik mit dem VOCALENSEMBLE RASTATT

"Sein Klang ist wie reines Gold", so schreibt der American Record Guide über das Vocalensemble Rastatt. Mittlerweile zählt es mit seinem charismatischen künstlerischen Leiter und Dirigenten Holger Speck zur internationalen Spitzenklasse. Zwingende, stilgetreue Interpretationen haben den exzellenten Ruf ebenso begründet wie leidenschaftliches und emotionales Musizieren. Das Vocalensemble Rastatt passt sich in Besetzung und Programm den derzeitigen Gegebenheiten an: Es gastiert in Gernsbach unter der Leitung von Prof. Holger Speck in solistischer Besetzung mit zauberhafter Musik für Vokalisten, Harfe und Orgel aus verschiedenen europäischen Ländern. Im Mittelpunkt des Konzerts steht die berühmte "Ceremony of Carols" des Engländers Benjamin Britten für Frauenstimmen und Harfe. An der Orgel begleitet Torsten Übelhör, den virtuosen Harfenpart übernimmt Cynthia Oppermann, Soloharfenistin der Baden-Badener Philharmonie.

Bitte nutzen Sie nach Möglichkeit den Vorverkauf im Kulturamt/Touristinfo der Stadt zum ermäßigten Preis von 18 Euro (Mitglieder 15 Euro, Schülerinnen, Schüler und Studierende 8 Euro). Eventuelle Restkarten gibt es an der Abendkasse zu 20/17/10 Euro. Kinder unter 15 Jahren frei. Beim Kartenkauf müssen die Kontaktdaten erhoben werden, die nach vier Wochen gelöscht werden.